Waldkraiburg –. Nach der Ära Hans Hautz hat die Realschule Waldkraiburg mit Werner Groß einen neuen Schulleiter.

Jetzt wurde er in der Aula der Schule in sein Amt eingeführt. Konrektorin Marion Ruhland betonte, dass sich alle Lehrkräfte der Realschule sehr gefreut hätten, als ihnen der scheidende Schulleiter Hautz mitteilte, dass Werner Groß sein Nachfolger werden würde. Da sie weiß, dass Groß immer gerne gute Kochrezepte suche, gab sie ihm eines als passendes Geschenk mit auf den Weg: Ein Kilogramm Mut, 500 Gramm Gelassenheit, ein Esslöffel Fantasie, ein Teelöffel Hoffnung, viele gute Freunde und immer ein Lächeln.

Landrat Georg Huber kennt und schätzt Werner Groß von seiner früheren Arbeit im Kreistag, er besitze Weitsicht und Macherqualitäten. So lege er auch einen Schwerpunkt auf Wahlfächer wie Klettern, Akrobatik, Robotik und Digitalisierung. Er wünsche der Realschule unter Groß viel Erfolg, getreu dem afrikanischen Sprichwort: „Wenn viele Menschen gemeinsam gehen, entsteht ein Weg.“ Huber schenkte dem neuen Schulleiter als Zeichen der Verbundenheit zwischen Landkreis und Realschule einen Schirm, den er bei Sonne und bei Regen nützen könne.

Für die Stadt sprach der Zweite Bürgermeister Richard Fischer. Er stellte he raus, dass Werner Groß immer den Kontakt zu Waldkraiburg gehalten habe, auch wenn er dienstlich an einem anderen Ort weilte. Auch der tägliche Weg zwischen Deggendorf und Waldkraiburg zeige seine Verbundenheit zur Stadt.

Der Ministerialbeauftragte Oberbayern-Ost Wilhelm Kürzeder führte aus, dass Groß nun zum dritten Mal in Waldkraiburg sei (siehe „Zur Person“) Der dritte Akt enthalte immer auch den Höhepunkt. Auf Werner Groß warten nun große Aufgaben. Zum einen gelte es, die digitalen Herausforderungen der Zukunft zu beherrschen, sie zu entdämonisieren. Als gelerntem Mathematik- und Physiklehrer traue er Groß dies durchaus zu. Zum anderen gelte es, grundlegende Werte zu verankern: Verantwortung, Engagement, Einfühlungsvermögen und Respekt.

Johannes Hoffmann, Vorsitzender des Personalrats, wünschte dem neuen Chef immer ein offenes Ohr und gute Gespräche. Dies praktiziere Groß bereits, er zeige sich sehr präsent und habe eine „offene Bürotür“. Gemeinsam mit der Schülermitverantwortung überreichte er einen Schlüssel aus Laugenteig.

Nach acht Jahren in Bogen habe er eine neue Herausforderung gesucht, sagte Werner Groß. Nach ausführlicher Beratung mit seiner Ehefrau habe er sich für die Stelle in Waldkraiburg entschieden. Auf ihn kämen nun viele neue Dinge zu, zum Beispiel hat sich etwa die Hälfte des Kollegiums verändert. Vieles Vertraute erleichtere ihm aber auch den Wiedereinstieg in Waldkraiburg. Er bringe auch die Erfahrung von drei anderen Schulen mit und wolle die hiesige Realschule nicht umkrempeln, sondern diese erworbenen Kenntnisse einbringen.

Die Feierlichkeit wurde musikalisch auf hohem Niveau umrahmt: Es spielten die Bläsergruppe und die Schulband, der Lehrerchor und die Chorklasse sangen. Auch die Tanzlmusik war mit einer bayerischen Weise vertreten. Die Schulspielgruppe brachte den Tagesablauf an der „großen“ Schule zur Aufführung.

(Aus den Waldkraiburger Nachrichten)