Interview mit einem Lehrer, der im TAKWON-DO CENTER WALDKRAIBURG unterrichtet:
Mein Name ist Catalin Muntean.
Wie alt sind Sie?Ich bin 38 Jahre alt.
Woher kommen Sie?Geboren bin ich in Kronstadt/Rumänien und lebe seit 1994 in Waldkraiburg.
Wie müssen die Schüler Sie während des Trainings ansprechen?Während des Unterrichts werde ich mit Kyosah-Nim angesprochen.
Das bedeutet auf Koreanisch Meister.
Seit wie vielen Jahren betreiben Sie Taekwon-Do?Seit 17 Jahren.

Ich unterrichte Taekwon-Do seit 5 Jahren und im Oktober 2010 wurde mein Traum wahr, in der eigenen Taekwon-Do-Schule im Pestalozziweg 4a hier in Waldkraiburg zu lehren.
Sind Sie verheiratet? Wenn ja, wie heißt ihre Frau und was arbeitet sie?Meine Frau ist Karin Wenzel. Sie ist Zahnärztin und arbeitet ebenfalls in Waldkraiburg in eigener Praxis.
Haben Sie Kinder? Wenn ja, wie heißen sie und wie alt sind die beiden?Wir haben zwei Töchter. Anna ist 9 Jahre alt und Candra 15.
Werden Ihre Ehefrau und Ihre Kinder auch von Ihnen unterrichtet?Selbstverständlich.
Was unterscheidet Taekwon-Do von anderen Kampfsportarten wie Karate und Judo?Taekwon-Do ist eine koreanische Kampfkunst. Das von uns praktizierte traditionelle Taekwon-Do unterscheidet sich von anderen Kampfsportarten dadurch, dass alle Techniken ohne Körperkontakt ausgeführt werden. Das Besondere dabei ist, dass dadurch höchste Konzentration und Körperkontrolle geschult werden. Damit geht auch das Verletzungsrisiko gegen Null. Traditionelles Taekwon-Do zeichnet sich zudem durch eine besondere Vielfalt an hohen und dynamischen Kicks aus.
Haben Sie sich als Kind auch schon für diesen Kampfsport begeistert?
Taekwon-Do gab es leider in meiner Kindheit nicht. Dafür habe ich mit Begeisterung andere Sportarten betrieben wie z.B. Biathlon.
Sind sie hauptberuflich Taekwon-Do Lehrer?
Ja.
Was hält Ihre Familie von Ihrem "Hobby"?
Es bedeutet mir sehr viel, dass meine Familie mit Freude meine Begeisterung für Taekwon-Do teilt.
Welches Diplom muss man erreicht haben, um als Kampfsportlehrer unterrichten zu können?
Wer traditionelles Taekwon-Do unterrichtet, folgt einer Berufung. Die Erlaubnis zu unterrichten, wird nur von den höchsten Dan-Trägern (Großmeistern, ab 6. Dan) erteilt.
Können auch Frauen diesen Kampfsport ausüben, oder sind Männer dafür „besser“ geeignet?
Taekwon-Do erreicht gleichermaßen Frauen und Mädchen, Männer und Jungs. Bei uns wird in familiärer Atmosphäre trainiert. Die Mädchen stehen den Jungs nicht nach, sondern alle lernen miteinander - vor allem gegenseitigen Respekt und Rücksichtnahme.
Können Sie für uns alle Gürtelfarben und deren Bedeutung bzw. deren Stufen aufzählen?
Die Schülergrade werden in Kups unterteilt die Meistergrade in Dan.
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Gürtelfarbe |
Graduierung |
Bedeutung |
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weiß |
10. und 9. Kup |
steht für ein unbeschriebenes Blatt - den Anfänger, mit der Bereitschaft zur Veränderung und Vervollkommnung |
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gelb |
8. und 7. Kup |
symbolisiert die Erde, die später Früchte tragen wird |
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grün |
6. und 5. Kup |
symbolisiert Hoffnung und Wachstum - die ersten Knospen treiben |
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blau |
4. und 3. Kup |
steht für die Weite des Himmels und Vertrauen |
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rot |
2. und 1. Kup |
vermittelt Stärke und Furchtlosigkeit – signalisiert, dass Bedeutendes im Kommen ist |
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schwarz |
1.-7. Dan |
steht für Eindeutigkeit und Würde |
Der Dan-Grad ist im traditionellen Taekwon-Do am Gürtel nicht erkennbar. Einzig Charakter und Leistungen zeigen die Meisterschaft.
Was sind die Vorrausetzungen, die ein Schüler Ihrer Meinung nach haben sollte, wenn er einen Taekwon-Do-Kurs belegen möchte?
Taekwon-Do bietet jedem die Chance, etwas für sich zu tun und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu gewinnen. Und fleißiges Üben bringt Energie, Eleganz und viel Freude. Es ist also eine Sportart, die für alle geeignet ist.







